Die Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer stellt die langfristige Sicherheit heutiger kryptografischer Verfahren infrage. Insbesondere asymmetrische Verfahren wie RSA und elliptische Kurven, auf denen zahlreiche Zertifikats-, Kommunikations- und Vertrauensstrukturen basieren, werden durch zukünftige Quantenangriffe gefährdet.
Mit der Standardisierung erster Post-Quantum-Verfahren durch das NIST nimmt die technische Vorbereitung auf diese Entwicklung konkrete Formen an. Doch die Migration zu quantenresistenter Kryptografie ist weit mehr als der Austausch einzelner Algorithmen.
Neue Verfahren verändern Anforderungen an Schlüssel, Signaturen, Zertifikate und Kommunikationsprotokolle. Gleichzeitig müssen bestehende PKI-Strukturen, Hardwarekomponenten und Anwendungen über lange Lebenszyklen hinweg funktionsfähig bleiben. Gerade in komplexen IT-, IoT- und OT-Infrastrukturen wird die Umstellung deshalb zu einer langfristigen Architektur- und Betriebsaufgabe.
Unser neues Whitepaper „Quantencomputerresistente Kryptografie – Was PKI-Verantwortliche jetzt vorbereiten sollten“ beleuchtet die technischen und organisatorischen Herausforderungen der PQC-Migration. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen ihre bestehenden Kryptografie-Infrastrukturen schrittweise auf kommende Veränderungen vorbereiten können.
Das Whitepaper behandelt unter anderem:
- die Auswirkungen standardisierter Post-Quantum-Verfahren auf PKI, Zertifikate, TLS, VPN und SSH,
- die Bedeutung kryptografischer Inventarisierung und risikobasierter Migrationsplanung,
- hybride PKI-Architekturen und den kontrollierten Parallelbetrieb unterschiedlicher kryptografischer Verfahren,
- Krypto-Agilität als langfristiges Architekturprinzip für den kontrollierten Austausch kryptografischer Verfahren.
Die zentrale Erkenntnis: Unternehmen müssen nicht möglichst schnell sämtliche Algorithmen ersetzen. Entscheidend ist, kryptografische Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen, Migrationsfähigkeit aufzubauen und Krypto-Agilität dauerhaft in Architektur, Governance und Lifecycle-Prozessen zu verankern.
Das Whitepaper richtet sich insbesondere an PKI-Verantwortliche, IT- und Security Architects sowie technische Entscheider, die für die langfristige Sicherheit ihrer IT-, IoT- und OT-Infrastrukturen verantwortlich sind.